Balkon 🐞 Gärtnern

Balkone haben ein riesiges 🐝 ökologisches Potential, wenn wir sie zusammen in grüne 🌻 Paradiese verwandeln.

Diese Seite ist nagelneu und im Aufbau, weitere Infos und Funktionen kommen Schritt für Schritt hinzu

Welche Pflanzen sind für den Balkon-Anbau geeignet?

Ausrichtung des Balkons: Für alle Pflanzen außer Salaten ist die Sonneneinstrahlung das entscheidende Kriterium. Deshalb sollten Sie zunächst überprüfen, wie lange Ihr Balkon oder Ihre Terrasse von der Sonne beschienen wird.

Pflanzenauswahl auf dem Süd-Balkon

Beeren, Obst, Blumen sowie mediterrane und lokale Kräuter brauchen die volle Sonne und ziehen ganztägige Sonneneinstrahlung vor; sie wachsen nur auf einem Süd- oder Westbalkon. Dies trifft auch auf sämtliche blühenden Pflanzen zu, vor allem auf alle Doldenblütler und Lippenblütler. Hier ist der Gießaufwand deutlich höher, ebenso der Pflegeaufwand.

  • Ringelblumen
  • Rosen
  • Glockenblumen
  • Kornblumen
  • Sonnenblumen
  • Vergissmeinnicht
  • Ysop
  • Gurken
  • Zucchini
  • Kürbis
  • Mangold
  • Rote Bete
  • Thymian
  • Basilikum
  • Dill
  • Lavendel
  • Minze
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Oregano
  • Frauenmantel
  • Kamille
  • Tomaten
  • Auberginen
  • Kartoffeln
  • Paprikaschoten
  • Bohnen
  • Erbsen
  • Radieschen
  • Brokkoli
  • Kohlrabi
  • Palmkohl
  • Knoblauch
  • Lauch
  • Zwiebel
  • Himbeeren
  • Weintrauben
  • Erdbeeren
  • Heidelbeeren
  • Johannisbeeren
  • Stachelbeeren
  • Pfirsichbaum
  • Apfelbaum
  • Birnbaum

Balkone Richtung Osten oder Westen

Wildkräuter aus der Region brauchen mindestens einen halben Tag Sonne. Das bieten meist schon Balkone in den Richtungen Osten oder Nordosten. Pflanzen, die auf Süd-Balkonen wachsen, kommen häufig auch auf Ost-/West-Balkonen klar.

Pflanzen für den Nord-Balkon

Der Nordbalkon ist nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Nur während der Hochsommerzeit, wenn die Sonne sehr hoch am Himmel steht, scheint sie für kurze Zeit auf Nordbalkone. Auf einem Nordbalkon empfiehlt es sich, vor allem Salate und Wildkräuter zu kultivieren. Wegen der hier herrschenden deutlich niedrigeren Temperaturen ist weniger häufiges und geringeres Gießen notwendig. Der Pflegeaufwand auf Nordbalkonen oder Nordost-Seiten ist insgesamt gering, da die Anbaumöglichkeiten dort begrenzt sind.

  • Kapuzinerkresse
  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Feldsalat
  • Kopfsalat
  • Mangold
  • Pflücksalat
  • Radicchio
  • Rucola
  • Gänsefingerkraut
  • Gundermann
  • Löwenzahn
  • Schafgarbe

Mischkultur

Die vom Menschen initiierte Mischkultur stellt den gleichzeitigen Anbau mehrerer Nutzpflanzenarten auf derselben Fläche dar. Dies geschieht aus ökologischen und ökonomischen Gründen. Ihre Verwendung erfolgt im Gartenbau, in der Landwirtschaft und im Privatgarten. In der richtigen Kombination soll die Mischkultur die Nachteile von Monokulturen verhindern. Jenseits des pflanzenbaulichen Kontexts wird eine Zusammensetzung unterschiedlicher Pflanzen als Pflanzengesellschaft bezeichnet.

günstige Anbau-Kombinationen

  • Bunte Salate unterschiedlicher Sorten werden in einzelnen Reihen auf demselben Beet angepflanzt, um die Ernte gemischter Kisten zu erleichtern.
  • Zwiebeln gemeinsam mit Karotten,
  • Bohne zusammen mit Kohl oder Mais
  • Linsen und Getreide als Stütze füreinander
  • Kürbisse zusammen mit Mais und Bohnen anzubauen, ist eine Mischkultur von langer Tradition, die auch „Drei Schwestern“ oder Milpa genannt wird. Diese Kulturform fand insbesondere bei den Maya, aber auch bei vielen anderen indigenen Völkern Nordamerikas große Verbreitung.

Tiere & Imkern auf dem Balkon

So unterstützt der Balkon die Tiere in der Stadt: Vögel und Insekten lassen sich zunehmend im städtischen Raum nieder. Nicht ganz freiwillig, denn die natürlichen Lebensräume werden rar. Zwar sind die Bedingungen in der Stadt nicht optimal, aber wir können helfen: Millionen von Balkonen und Fensterbrettern zusammen machen einen Unterschied.

Vögel

In der Stadt leben zahlreiche Arten: Sperlinge, Meisen, Stare… Einige von ihnen sind genügsam und haben sich bereits den städtischen Bedingungen angepasst. Sie sind mit den Essensresten, die von den Menschen zurückgelassen werden, sowie mit einem Unterschlupf im Gebüsch zufrieden. Andere dagegen haben mehr Schwierigkeiten, einen passenden Nistplatz und die richtige Nahrung zu finden. Wir können helfen, indem wir die geeigneten Nistkästen anbringen. Das geht ebenfalls auf dem Balkon.

Im Sommer ist es vorteilhaft, den Vögeln eine Wasserstelle zur Verfügung zu stellen. Und während der Winterzeit? An der Futterbar lassen sich die schnellen Tiere herrlich beobachten. Übrigens: Auch in der Winterzeit bieten viele Pflanzen eine gute Nahrungsquelle. Wenn man sie erst im Frühling schneidet, können sich die Vögel auch im Winter bedienen.

Insekten & Nützlinge

Die Lage unserer Insekten wird immer schlechter. Auch sie werden durch den Einsatz von Pestiziden und die Intensivierung der Landwirtschaft aus ihrem ursprünglichen Lebensraum verdrängt und ziehen in die Städte. Balkone und Hinterhöfe stellen für sie neue Lebensräume dar. Die tierischen Bewohner sind hier jedoch oft stark gefährdet, da die Nahrungspflanzen und offenen Bodenstellen immer rarer werden. Insekten kann man gut auf dem Balkon fördern. Wildbienen und andere sind mobil und fliegen einige hundert Meter, um Nahrung zu finden. Um den nützlichen und bedrohten Tieren zu helfen, sollte man viele verschiedene heimische Pflanzen setzen und diese über den Winter stehen lassen, um ihnen so das Überleben zu erleichtern. Im Sommer ist es sinnvoll, eine Wasserstelle einzurichten. Als Ergänzung des insektenfreundlichen Balkons sind Insektennisthilfen und Balkonkästen mit Sand oder Lehm geradezu ideal.

Imkern – Bienen auf dem Balkon

  • Rechtliches: Es besteht keine generelle Genehmigungspflicht für die Bienenhaltung, aber die Anmeldung beim Veterinäramt ist zwingend erforderlich. Der Vermieter muss zustimmen.
  • Standort: Der Balkon sollte einen stabilen, trockenen Untergrund bieten, optimalerweise mit Ost-Ausrichtung für frühe Aktivität.
  • Ausrüstung: Kompakte Beuten wie Magazinbeuten oder die „Bienenkiste“ sind ideal. Die Ausrüstung umfasst zusätzlich Schutzkleidung, Smoker und Stockmeißel.
  • Betreuung: Ein Imkerkurs oder die Begleitung durch einen erfahrenen Imker wird dringend empfohlen. Die Kontrolle des Schwarmtriebs ist auf engem Raum besonders wichtig.
  • Trachtangebot: Bienen benötigen eine gute Nektar- und Pollenquelle in der Umgebung. Ein einzelner blütenreicher Balkon hilft, ist aber nicht ausreichend.

Pilze züchten

Champignon, Seitling und rauchblättriger Schwefelkopf: Viele Pilzarten können im Garten oder auf dem Balkon gezüchtet werden.

Im Schatten fühlen sich Pilze wohl. Und obwohl sie auf vielen Böden gedeihen können, wachsen sie nicht immer und überall. Hobby-Pilzzüchter sollten einige Standortfaktoren beachten, um erfolgreich Pilze anzubauen.

Deshalb ist ein feuchtes Mikroklima für Pilze von Vorteil, was bedeutet, dass sie einen Platz im Halbschatten oder schattigen Bereich bevorzugen, da dies ihr Wachstum fördert. Außerdem ist es wichtig, dass die Pilzkulturen nicht zu sehr dem Wind ausgesetzt sind, damit sie nicht austrocknen.

Explosion der biologische Vielfalt in der Stadt

Viele Balkone – wahrscheinlich die meisten – sind biologisch Tot. Auch öffentliche Parks und andere Flächen in der Stadt tragen meist wenig zur Artenvielfalt bei, daher können zahlreiche kleine Balkon-Biodiversitäts-Oasen zum echten Game-Changer werden.

Ein paar Blumentöpfe und -kästen bewirken dabei wahre Naturwunder. Einfach regionales Saatgut in die Erde und Wasser drauf! Gärtnern kann jede/r und im Austausch mit der Nachbarschaft macht es noch mehr Spaß und man motiviert sich gegenseitig.

Wichtig für die Steigerung der Artenvielfalt ist dabei die Nutzung von ökologischem Saatgut von Pflanzen aus unseren Breitengraden, mit denen unsere heimischen Insekten, Vögel und anderen Tiere auch etwas anfangen können. Exotische Pflanzen aus dem Baumarkt tragen nicht zur biologische Vielfalt bei. Am besten ist es mit der Nachbarschaft Saatgut und selbstgezogene Pflanzen zu tauschen.

Die Balconia-Methode zum Balkongärtnern ist das sogenannte „Regenerative Urban Gardening“ als Pendant zur „Regenerativen Landwirtschaft„. Dabei geht es um eine kreative und erfahrungsbasierte Herangehensweise, um lokale und vernetzte Ökosysteme entstehen zu lassen, bei der auch wissenschaftliche Erkenntnisse einbezogen werden.

Mikroklima & natürlicher Klimaschutz

Das Mikroklima umfasst einige Meter bis wenige Kilometer, wie eine Terrasse, ein Balkon, eine Agrarfläche oder ein Straßenzug. Ein intensiv begrünter Balkon weist durch den Effekt der Pflanzenkühlung im Sommer deutlich niedrigere Temperaturen auf, als ein kahler Balkon.
Ein hoher Anteil von stark bewachsenen Balkonen kann somit eine Straße insgesamt herunterkühlen – Stichwort „Hitzeinseln in der Stadt“.

Pflanzen und Böden sind natürliche CO2-Senken, das bedeutet dass Wurzeln, Äste und Blätter hauptsächlich aus Kohlenstoff bestehen, der für das Wachstum über Photosynthese aus der Luft „gesaugt“ wird. Durch die anschließende Kompostierung zu Gartenerde, kann der Kohlenstoff gebunden und der Atmosphäre langfristig entzogen werden.

Das Anpflanzen von Straßenbäumen ist sehr wichtig, doch dauert es Jahre bis ein Baum groß genug ist, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Auf einem einzelnen Balkon kann dabei jedes Jahr aufs Neue eine enorme Biomasse aufgebaut werden, welche kühlt und CO2 sequestriert.

Mehr über…

auf nach 🌸 Balconia !
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.